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Die Arktis, der nördlichste Kontinent unseres Planeten, fasziniert seit jeher mit ihrer einzigartigen Magie. Reisende erleben die Natur hier als überwältigendes Abenteuer, das unvergesslich bleibt.
Die Hocharktis umfasst den Arktischen Ozean, das kanadisch-arktische Archipel, Nordgrönland, Spitzbergen sowie die nördlichen Inseln Russlands wie Franz-Joseph-Land und Nowaja Semlja. Unterschiedliche klimatische Einflüsse durch warme und kalte Meeresströmungen führen zu verschiedenen Zuordnungen: So gilt der Norden Skandinaviens aufgrund des Golfstroms nicht als hocharktisch, die Beaufortsee dagegen schon. Die globale Erwärmung verschiebt diese Grenze nach Norden. Klima und Wetter ähneln weitgehend den Bedingungen im Polargebiet.
Hier herrschen extrem lebensfeindliche Bedingungen: Schnee und Eis bedecken Land und Meer, die Temperaturen sind niedrig, die Vegetationsperioden kurz, und es gibt monatelange Dunkelphasen. In der südlicheren Arktis hingegen tauen viele Gebiete im Sommer ab und sind lebensfreundlicher.
Der Eisbär ist das bekannteste Raubtier der Region, doch die Tier- und Pflanzenwelt ist vielfältiger: Riesige Tundren mit blühenden Pflanzen, tausende Tierarten und über 240 Vogelarten prägen die Region. Besonders im Frühsommer kehren die Zugvögel zurück, und das arktische Leben pulsiert. Neben Eisbären leben Polarwölfe, Polarfüchse, Karibus und Rentiere. Im Meer tummeln sich Ringel- und Bartrobben, Walrosse sowie verschiedene Wale. Viele Arten sind bereits durch den Klimawandel bedroht, und die Artenvielfalt nimmt nach Norden hin ab.
Spitzbergen: Die Inselgruppe nördlich des Polarkreises ist bekannt für Longyearbyen, den einzigen bewohnten Ort mit ca. 2.200 Einwohnern. Küstenabschnitte sind im Sommer schneefrei, und auf Fahrten durch das Packeis lassen sich Eisbären, Walrosse und riesige Vogelkolonien beobachten.
Ostgrönland: Unberührte Natur auf einer Fläche größer als Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen, jedoch nur wenige Tausend Bewohner. Die Region war historisch isoliert und gilt als eine der ursprünglichsten der Erde.
Nordpol: Der geographische Nordpol bei 90°?Nord ist nur wenigen Menschen zugänglich. Mit Eisbrechern können Packeisschichten von bis zu 2?Metern durchbrochen werden ? ein einmaliges Erlebnis.
Westgrönland: Dichter besiedelt, mit der nährstoffreichen Diskobucht, die Grönlandwale anzieht, und dem Ilulissat-Eisfjord mit spektakulären Eisbergen.
Beste Reisezeit: Juni bis September
Juni: Frühsommer, Rückkehr der Zugvögel, Mitternachtssonne, blühende Flora, Eisbären aktiv auf Jagd.
Juli: Hochsommer, große Vogelkolonien, Rentiere, Eis zieht sich zurück, wärmster Monat, weiterhin gute Eisbären-Sichtungen.
August/September: Spätsommer, Licht ideal für Fotografie, Packeis zurückgezogen, Chancen auf Nordlichter und Walbeobachtungen.










