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Die Arktis, der nördlichste Kontinent der Erde, zieht Reisende mit ihrer unberührten Natur, beeindruckenden Eislandschaften und einer einzigartigen Tierwelt in den Bann. Jeder Aufenthalt hinterlässt bleibende Erinnerungen.
Die Hocharktis umfasst den Arktischen Ozean, Nordgrönland, Spitzbergen, das kanadisch-arktische Archipel sowie nördliche Inseln Russlands wie Franz-Joseph-Land und Nowaja Semlja. Unterschiedliche klimatische Bedingungen durch warme und kalte Meeresströmungen führen zu unterschiedlichen Einordnungen: Während Skandinavien durch den Golfstrom milder ist, gehört die Beaufortsee zur Hocharktis. Die globale Erwärmung verschiebt die Grenze der Hocharktis langsam nach Norden. Schnee und Eis bedecken große Teile von Land und Meer, Temperaturen bleiben niedrig, Vegetationsperioden kurz, Dunkelzeiten dauern monatelang, und extreme Wetterereignisse sind keine Seltenheit. Südlichere Regionen tauen im Sommer auf und gelten als vergleichsweise lebensfreundlicher.
Der Eisbär gilt als bekanntestes Tier der Arktis, doch die Region bietet darüber hinaus Tundren mit blühender Flora, zahlreiche Säugetiere wie Polarwölfe, Polarfüchse, Karibus und Rentiere, über 240 Vogelarten sowie Robben, Walrosse und verschiedene Walarten. Besonders während der Sommermonate, wenn Zugvögel zurückkehren, ist die Arktis lebendig. Im Meer tummeln sich zudem Grönlandhai, Kabeljau, Heilbutt, Lachse und Krebstiere. Viele Arten sind bereits durch den Klimawandel bedroht, und die Artenvielfalt nimmt nach Norden ab.
Spitzbergen: Westspitzbergen mit Longyearbyen ist die einzige bewohnte Region. Auf Fahrten durch das Packeis lassen sich Eisbären, Walrosse und riesige Vogelkolonien beobachten.
Ostgrönland: Unberührte Natur, isoliert durch Packeis und Treibeis, dünn besiedelt und eine der ursprünglichsten Regionen der Erde.
Nordpol: Der geographische Nordpol bei 90°?Nord ist nur wenigen Menschen zugänglich. Eisbrecher überwinden bis zu 2?m dickes Packeis - ein einmaliges Erlebnis.
Westgrönland: Dichter besiedelt als der Osten, mit der nährstoffreichen Diskobucht, die im Sommer von Grönlandwalen besucht wird, und dem Ilulissat-Eisfjord mit spektakulären Eisbergen.
Beste Reisezeit: Juni bis September
Juni: Frühsommer, Mitternachtssonne sorgt für bis zu 24 Stunden Tageslicht, ideale Bedingungen für Tierbeobachtungen. Zugvögel kehren zurück, Tundren blühen, Fjorde beginnen aufzutauen, Packeis liegt noch weitreichend, Eisbären sind aktiv auf Nahrungssuche.
Juli: Hochsommer, große Vogelkolonien, Karibus und Rentiere sichtbar, Eis zieht sich zurück, Temperaturen erreichen ihren Höhepunkt, Licht optimal für Fotografie, Eisbären weiterhin gut sichtbar.
August/September: Spätsommer, Packeis weitgehend zurückgezogen, Licht weich und besonders fotogen, Nordlichter möglich, Wale ziehen durch die Gewässer, Tiere bereiten sich auf Winter vor.








